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Donnerstag, 27. April 2017

Argumente gegen Windenergie

Windräder in Norddeutschland stehen selten still.
Ich habe vor kurzem im Blog die Windenergie als die Form der Energiegewinnung für die Zukunft schlechthin vorgestellt. Dabei habe ich nur die Einschränkung gemacht, dass sie ohne staatliche Subventionen auskommen muss.

Teils im persönlichen Gespräch, teils auf Facebook ist das kritisiert worden. Daraufhin habe ich mich entschlossen, dass ich mit der Kritik an Windkraftanlagen doch mehr auseinandersetzen möchte.

Im Netz findet man dazu einiges. Alternative-Stromerzeuger.de, das Manager Magazin oder die tageszeitung zeigen kritische Aspekte auf. Losgelöst von diesen Quellen will ich mich in den nächsten Wochen mit der Kritik an Windkraftanlagen befassen.

Freitag, 14. April 2017

Windenergie muss ohne staatliche Subventionen auskommen!

Windpark in der Mitte Niedersachsens
Windpark in der Mitte Niedersachsens.
Ich habe vor kurzem über Windparks berichtet, die in der Mitte Niedersachsens errichtet werden und auf dem Taunus bei Wiesbaden nicht. Auf diesen Artikel bin ich von mehreren Bekannten kritisch angesprochen worden. Einige ihrer Argumente gegen Windenergie waren für mich nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Darauf werde ich in der nächsten Zeit hier im Blog zu sprechen kommen.

Was das Kosten-/Nutzen Verhältnis angeht, ist ein gewichtiges Argument gegen Windenergie die staatliche Subvention. Die wird ja nicht einfach aus Steuertöpfen bezahlt, sondern über die EEG-Umlage auf alle Stromverbraucher umgelegt. Dadurch verteuert sich der Strom für uns alle.

Ich meine, dass Subventionen zu Beginn der Technologie in Ordnung waren. Aber aus diesem Beginn-Stadium sind wir längst hinaus, wie an nahezu allen Orten Deutschlands unschwer an den in der Landschaft wachsenden Windkraftanlagen zu erkennen ist.

Inzwischen gibt es erste Berichte über Windparks, die komplett ohne Subventionen errichtet werden und die trotzdem wirtschaftlich sind.

Das zeigt: Es geht!

Meine Meinung ist, dass es nunmehr an der Zeit ist, Subventionen für Windkraftanlagen komplett einzustellen. Die Förderung bestehender Anlagen wird aufgrund des Vertrauensschutzes für die Investoren weiter laufen müssen. Aber die Förderung neuer Anlagen sollte beendet werden.

Wer neue Anlagen bauen möchte, wird sie nicht einfach "irgendwo" in die Gegend setzen. Ich denke, dass der derzeitige Wildwuchs so in einigen Gegenden beendet wird. Wer neue Anlagen bauen möchte, muss sich Standorte mit kontinuierlichem und starken Wind suchen.

Worüber wir aber dann sprechen müssen, ist der Transport des Stroms. Energie, die in der Nordsee erzeugt wird, muss zum Abnehmer ins RheinMain Gebiet oder nach Bayern gebracht werden können. Hier leisten wir uns derzeit den Luxus eines Bauplanungsrechts, das auf alle möglichen Einzelinteressen kostspielige Rücksicht nimmt.

Meine Forderung ist, dass das Bauplanungsrecht im Hinblick auf erneuerbare Energien so geändert wird, dass nicht mehr jeder Anwohner einer Trasse die Planung verzögernde und teure Prozesse führen kann. Zumal ich auch den Eindruck gewonnen habe, dass Umweltverbände hier ihre ganz eigenen wirtschaftlichen Interessen haben.

Mit einem vernünftigen Planungsrecht für Überlandleitungen auf der einen Seite kann man noch darüber nachdenken, ob deren Errichtung für eine Zeit lang aus der EEG-Umlage finanziert wird. Nach einigen Jahren muss die Umlage dann aber endgültig zurück gefahren werden.