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Dienstag, 26. Januar 2016

Der Spiegel, Volkswagen und die Volksvertreter

Am Freitag berichtete der Spiegel, dass maßgebliche Führungskräfte bei VW an den Manipulationen beteiligt gewesen sein sollen, welche zum Abgasskandal geführt haben. Am Montag berichtet der Spiegel, dass die Autolobby daran arbeitet, dass die EU-Abgeordneten möglichst lasche Grenzwerte durchwinken. Wenn das stimmt, müssen den Verantwortlichen bei allen möglichen Herstellern die Sorgenfalten derzeit etwas tiefer auf der Stirn stehen als sonst. Weshalb bitte sollte man die gesetzlichen Rahmenbedingungen sonst besonders lasch in Sachen Abgas beeinflussen wollen?

Montag, 11. Januar 2016

VW Vorstand Müller ist optimistisch

Der Chef von Volkswagen, Matthias Müller, hat in den USA einen Auftritt hingelegt, den man wohl nur als kämpferisch bezeichnen kann. Im Rahmen der Autoshow in Detroit gab VW einen Presseempfang, bei dem Müller eine Presseerklärung mehr oder weniger vom Blatt vortrug. Dann kamen freie Fragen, und Müller lief auf Hochtouren:
Den kämpferischen Auftritt von Matthias Müller finde ich gut.

Ja, VW hat bei den Abgaswerten gemogelt. Aber seien wir doch einmal ehrlich: Kein Verbraucher wird seine Kaufentscheidung für ein Auto von dessen Abgaswerten abhängig machen. Insofern von einem Betrug zu Lasten des Verbrauchers zu sprechen, ist Unsinn.

Dass Umweltgesetze dennoch ihren Sinn haben, ist klar. VW wird für die Manipulationen einen (hohen) Preis zahlen müssen. Und dann ist die Sache erledigt.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Volkswagen: Insider packen aus, Rücknahme von 115.000 Autos in den USA

Neben einer drohenden Strafe von maximal 90 Milliarden US-Dollar droht VW nun weiteres Ungemach.

Die FAZ berichtet, dass knapp 50 Mitarbeiter intern zum Skandal auspacken wollen. Bereits Ende Oktober 2015 wurde bekannt, dass VW Angestellten unterhalb der obersten Führungsebene  versprochen hat, dass es keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen gibt, wenn sie geständig sind. Nach der Süddeutschen Zeitung gibt es jetzt deutlich mehr Whistleblower als ursprünglich angenommen.

Allerdings hat es für die Mitarbeiter bei VW bereits spürbare Konsequenzen gegeben, und zwar für alle Mitarbeiter:
  1. VW streicht den Mitarbeitern den Bonus. Der Bonus ist die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmensgewinn. 
  2. VW hat die Mitarbeiter in verlängerte Weihnachtsferien geschickt. 
  3. Mitte Oktober wurde bekannt, dass der Vorstand die Entlassung von Leiharbeitern erwogen hat. Anfang Dezember berichtete der FOCUS, dass hunderte von Leiharbeitern tatsächlich gehen müssen.
Die verlängerten Weihnachtsferien sind jetzt nicht unbedingt ein Nachteil für die Mitarbeiter. Dass ihnen aber ein Teil des Gehalts wegfällt (Bonus bei VW-Mitarbeitern) oder dass sie gar ihren Arbeitsplatz verlieren (Leiharbeiter) ist aber schon ein spürbarer Nachteil.

Man kann vor diesem Hintergrund darüber nachdenken, ob es gerecht ist, dass Leiharbeiter über die Klinge springen müssen (d.h. ihren Arbeitsplatz verlieren), an dem Skandal beteiligte Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz aber behalten, wenn sie geständig sind. Wahrscheinlich muss VW diese Konzession an die Gerechtigkeit deshalb machen, weil eine interne Aufklärung (und damit die Möglichkeit rechtzeitigen Handelns und der Vermeidung weiterer Strafen und Schäden für den Konzern) sonst nicht möglich ist.

Ende Oktober wurden Überlegungen bei VW bekannt, die betroffenen Fahrzeuge von den Kunden zurück zu kaufen. Die FAZ berichtet nun, dass VW insgesamt 115.000 Autos zurücknehmen muss.

Dienstag, 5. Januar 2016

Volkswagen: für die Manupulationen beim Abgas droht eine Strafe von bis zu 90 Milliarden Dollar

Am 04.01.2016 wurde bekannt, dass das Justizministerium der USA gegen VW zu Gericht zieht. Dieses wurde vom amerikanischen Justizministerium auf seiner Homepage bekannt gegeben.
Die Welt berichtet, dass eine Strafe von bis zu 90 Milliarden US-Dollar drohe.

Bereits Anfang Dezember wurde bekannt, dass VW das kommende Geschäftsjahr mit Krediten in Höhe von 20 Milliarden Euro plane. Diese Summe wird vermutlich nicht ganz reichen, sollte Volkswagen in voller Höhe in den USA verurteilt werden.

Der Aktienkurs der VW-Vorzugsaktie ist deutlich ins Minus gedreht. In den letzten sieben Tagen haben wir in der Spitze mehr als 10% Kursverlust gegenüber den Kursen "zwischen den Jahren" gesehen. Heute (Dienstag) ging es auch sehr turbulent zu. Da sich im Aktienkurs die Bewertung eines Unternehmens und seiner Geschäftsaussichten niederschlägt, kann dies nur als ein Zeichen größter Unsicherheit des Kapitalmarkts hinsichtlich der Auswirkungen der US-Verfahren auf den VW Konzern angesehen werden.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Der ADAC zum Abgasskandal bei VW

Zum Abgasskandal bei Volkswagen gibt es mittlerweile sogar einen eigenen Eintrag bei Wikipedia. Eine jüngst bekannt gewordene Folge des Skandals: VW plant aktuell mit Krediten in Höhe von 20 Milliarden Euro.

Ein Trost immerhin: Auf seiner Hompeage informiert der ADAC zum Abgasskandal. Juristen und Techniker fassen zusammen, was aus Sicht des größten deutschen Automobilclubs wichtig ist. Schon im September hat der ADAC eigene Tests zu dem Thema gemacht und die Ergebnisse veröffentlicht.