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Dienstag, 20. Dezember 2016

Handbuch des Fachanwalts Verkehrsrecht: 6. Auflage

Ich habe nunmehr mein Exemplar der neuen Auflage des Himmelreich/Halm erhalten.

Es hat 3098 Seiten. In 55 Kapiteln erläutern die Autoren alles, was zum Fachgebiet Verkehrsrecht gehört: Schadensersatz, Versicherungsverträge, Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht oder umweltrechtliche Fragen. Diese und noch viel mehr Rechtsgebiete werden mit großer Detailtiefe abgehandelt.

Von mir stammt das Kapitel zum Fahrzeugschaden. Zusammen mit Herrn Dr. Ulrich Staab habe ich auch den Beitrag zum Betrug verfasst. Das Buch ist auch über Beck Online verfügbar, derzeit allerdings noch in der 5. Auflage. Durch Klick auf die vorstehenden Links kommt ihr dorthin. Um die Beiträge dort lesen zu können, bedarf es allerdings eines entsprechenden Zugangs zu Beck Online.

Dienstag, 3. Februar 2015

Himmelreich/Halm/Staab: Handbuch der Kfz-Schadensregulierung ist in der 3. Auflage erschienen

Heute ist ein Paket bei mir eingetroffen, über das ich mich ganz besonders freue: meine Autorenexemplare der 3. Auflage des von Himmelreich/Halm/Staab herausgegebenen Handbuchs der Kfz-Schadensregulierung. Es ist 2015 im Luchterhand Verlag erschienen.

Von mir stammt das zweite Kapitel. Darin geht es um Schadenmanagement bei durch Kfz verursachten Schäden.

Es gibt die unterschiedlichsten Aspekte des Schadenmanagements. Es ist keine originäre Aufgabe von Kfz-Versicherern, die eine große Anzahl von Schadensfällen zur Zufriedenheit ihrer Kunden bewältigen müssen. Auch Werkstätten, Rechtsanwälte und Betreiber großer Fahrzeugflotten haben das Thema auf dem Schirm. Die Motive sind sehr heterogen, oft geht es um Effizienz von Reparaturmaßnahmen oder darum Kosten zu sparen. Anderen geht es darum, Reparaturaufträge in bestimmte Werkstätten zu vermitteln um diesen eine gute Auslastung zu verschaffen. Schließlich spielt das Schadenmanagement bei schlimmen Personenschäden und auch bei Bau- oder Umweltschäden heute eine wichtige Rolle.

Natürlich geht es in diesem Buch auch um alle anderen Themen rund um Schadensfälle in Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen. In einer eigenen Seite dieses Blogs trage ich die Stimmen zu dem Buch ein.

Dienstag, 20. August 2013

Massenunfall auf der Autobahn - was ist mit dem Schadensersatz?

Was ist ein Massenunfall? Für den Volksmund ist das klar: ein Unfall mit ziemlich vielen beteiligten Autos. Beim Juristen klingelt was, nämlich die Erinnerung an eine Definition. Es müssen mindestens 50 Kraftfahrzeuge an einem Unfall (einem einzigen, zusammenhängenden Ereignis - nicht vielen Unfallgruppen hintereinander) beteiligt sein.  Dann spricht man von einem Massenunfall.

Doch wie sieht es da mit den Schadensersatzansprüchen der Beteiligten aus? Bei Unfällen mit so vielen Fahrzeugen lässt sich meist nicht klären, wer wann was falsch gemacht hat und wen deshalb für welchen Schaden die Verantwortung und damit die Haftung trifft.

Teilweise versuchen die Medien eine Darstellung, wie es um den Schadensersatz bestellt ist. Recht gut finde ich, was z.B. RP Online oder Auto.de dazu veröffentlicht haben.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat für die Regulierung von Massenunfällen ein vereinfachtes Verfahren geschaffen. Als sein Ziel gibt der GDV an, eine schnelle und unkomplizierte Regulierung von Schadensersatzansprüchen zu ermöglichen. Zu dem Thema hat der GDV einen Flyer veröffentlicht, auf dem die Sache recht gut erklärt ist. Juristen empfehle ich Fachliteratur.

Ab der 4. Auflage des von Himmelreich/Halm herausgegebenen Handbuchs des Fachanwalts Verkehrsrecht gibt es ein eigenes Kapitel (Nr. 49) zu dem Thema. Dr. Ulrich Staab erläutert hier (ab Seite 2736) wie vorgegangen wird.

 Ein "Massenunfall" im Sinne des besonderen Vorgehens liegt vor, wenn mindestens 50 Fahrzeuge an der Karambolage beteiligt sind. In den Medien wird zwar auch von einem Massenunfall gesprochen, wenn weniger Fahrzeuge in das Unfallgeschehen verwickelt waren.

Die Schäden verletzter Menschen werden nach Sach- und Rechtslage reguliert. Hier kommt es also darauf an, was zur Haftungslage beweisfest ermittelt werden kann. Kein Problem für Mit- und Beifahrer, die können sich im Zweifel immer an die Haftpflichtversicherung des Fahrzeugs wenden, in dem sie saßen. Probleme kann es aber für die Fahrer selbst geben, wenn sie eine Mithaftung für den Schaden trifft. Einen Teil ihres Personenschadens bekommen sie dann nicht ersetzt. Das ist klar, weil man Schadensersatz von einem anderen nur verlangen kann, wenn den die Verantwortung für den Unfall trifft.

Für die Bezahlung der Fahrzeugschäden gilt folgendes:
  • liegt nur ein Heckschaden vor, werden 100% des Schadens bezahlt
  • liegt nur ein Frontschaden vor, werden 25% des Schadens bezahlt
  • sind sowohl Front als auch Heck des Fahrzeugs beschädigt, wird 2/3 des Schadens bezahlt
Niemand ist gezwungen an so einer Regulierungsaktion teilzunehmen. Ihr Vorteil ist, daß große Beweisermittlungen zu den Verursachungsanteilen der Fahrzeuge entfallen. Auch entfallen damit die typischen Beweisschwierigkeiten in so einer Konstellation.

Sind Sie beteiligt und möchten Sie sich durch einen Rechtsanwalt beraten lassen, empfehle ich darauf zu achten, daß er ein Fachanwalt für Verkehrsrecht ist. Ein Fachanwalt sollte sich hier bestens auskennen und empfehlen, wie am besten vorgegangen werden sollte.

 Gerade wenn man "nur" einen Frontschaden oder Schäden vorne und hinten hat, empfehle ich auch zu überlegen die eigene Vollkaskoversicherung in Anspruch zu nehmen. Dann verbleibt als Schaden "nur" noch die Selbstbeteiligung sowie die Höherstufung des Schadensfreiheitsrabattes. Evtl. wird die Selbstbeteiligung (Stichwort: Quotenvorrecht) und ein Teil des Höherstufungsschadens auch von der regulierenden Versicherung bezahlt.

Rechtsberatung im Einzelfall macht, wie bereits gesagt, gerne ein kompetenter Anwalt.

Sonntag, 18. August 2013

Rezensi​on Handbuch der KfZ-​Schadensregulierung in zfs 1/2013

Ich habe im von Klaus Himmelreich, Wolfgang Halm und Ulrich Staab herausgegebenen Handbuch der Kfz-​Schadensregulierung das Kapitel über Schadenmanagement verfasst. In der Zeitschrift für Schadensrecht (zfs) 1/2013 auf Seite 16 f. ist eine ausführliche Rezension abgedruckt. Diese wurde von Rechtsanwalt Nicolas Eilers aus Groß-Gerau verfasst. Hier ging er auch auf meinen Beitrag ein:
Das Werk zeichnet sich insbesondere durch eine hohe Aktualität aus. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass sich in dem bei den grundsätzlichen Ausführungen behandelten Thema Schadenmanagement der Versicherer auch die aktuelle Klage der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht gegen die Allianz und deren Fairplay-Konzept wiederfindet. 
Rechtsanwalt Eilers gehört dem geschäftsführenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltsvereins an.

Donnerstag, 15. August 2013

Zeit DOSSIER vom 03.01.2013 und was ich gerade mache

Ab Seite 11 der ersten Ausgabe der ZEIT vom 03.01.2013 findet sich ein dreiseitiger Bericht über Versicherungen und wie sie Menschen, die einen Schaden haben, im Stich lassen. Auf die dort genannten Beispiele möchte ich nicht eingehen. Diese sind menschlich sehr anrührend, lassen mir (der ich die konkreten Sachverhalte nicht kenne) aus fachlicher Sicht aber doch viele Fragen offen. Sei's drum, den betroffenen Menschen wünsche ich alles Gute.

Aber zitieren möchte ich doch aus Seite 12, rechte Spalte oben:
Und wenn juristische Standardwerke, wie es vielfach geschieht, von Versicherungsmanagern geschrieben werden - kann man dann glauben, die Autoren seien nicht interessengeleitet? Die Grenzen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft verschwimmen, wie im Fall von F. Roland A. Richter. Er ist bei (...) Versicherung Referent für Grundsatzfragen im Bereich Kfz-Schaden, zugleich Co-Autor des bei Luchterhand verlegten Handbuchs des Fachanwalts Verkehrsrecht - und war bis Ende 2012 Lehrbeauftragter an der staatlichen Hochschule RheinMain in Wiesbaden.
Was über mich gesagt wird, stimmt in der Sache. Bei meinen Veröffentlichungen lege ich großen Wert darauf, Rechtsfragen nicht einseitig darzustellen. Denn das wäre nicht wissenschaftlich. Der Lehrauftrag an der Hochschule RheinMain ist mittlerweile beendet.

Gerade bei meinen Beiträgen im Handbuch des Fachanwalts Verkehrsrecht (Das Kapitel Kfz-Schaden stammt von mir, gemeinsam mit Herrn Dr. Ulrich Staab bearbeite ich auch das Kapitel über Betrug) lege ich großen Wert darauf, möglichst alle vertretenen Ansichten zu einzelnen Rechtsfragen darzustellen.

Natürlich erlaube ich mir gelegentlich auch, eine eigene Ansicht (die meine ist, nicht die meines Arbeitgebers oder "der Versicherungswirtschaft") zu entwickeln und darzustellen.

Ob es mir immer gelingt, diesem eigenen Anspruch gerecht zu werden, mögen die Leser beurteilen. Ihrem Votum stelle ich mich sehr gerne.

Derzeit arbeite ich an meinen Beiträge gerade zu diesem Buch für die 5. Auflage. Sie wird voraussichtlich im Januar erscheinen. Darauf möchte ich bei dieser Gelegenheit einfach mal hinweisen.

Ach ja, noch was: in der Zeit erwähnt zu werden finde ich schon cool!