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Mittwoch, 25. Januar 2017

ADAC bleibt Verein - ADAC bietet Pannenhilfe günstiger an als Versicherungen

Der ADAC bleibt ein eingetragener Verein. Beim Amtsgericht München lief dazu eine Prüfung. Ergebnis: Alles bleibt wie es ist.

Für die Mitglieder ist das nach einer Meldung von heute.de eine gute Nachricht. Denn aufgrund des Vereinsstatus kann der ADAC die Pannenhilfe deutlich günstiger anbieten als Versicherungen.

Samstag, 7. Mai 2016

ADAC: Echte Reform der Strukturen oder neue Mauschelei zur Sicherung eines hohen dreistelligen Millionenbetrages?

Der ADAC hat heute in Lübeck eine grundlegende Reform der Vereinsstruktur beschlossen. Künftig soll es einen Verein, eine Aktiengesellschaft sowie eine Stiftung geben. Zuvor war bekannt geworden, dass der vom früheren Präsidenten Peter Meyer geführte Regionalclub ADAC Nordrhein mit zwei Rechtsgutachten Stimmung gegen das Reformvorhaben gemacht hat. Dazu gab es auch ein handfestes wirtschaftliches Argument: Den Mitgliedern würden Beträge im hohen dreistelligen Millionenbetrag entzogen.

Wie es kommt, dass ein als gemeinnützig geltender eingetragener Verein Vermögenswerte im höheren dreistelligen Millionenbetrag angehäuft hat, ist aber in jüngster Zeit nicht Gegenstand der Debatten im Club gewesen. Und dass angesichts solcher Rücklagen im Jahr 2014 eine Beitragsanhebung notwendig war, scheint auch niemand zu hinterfragen.

Ob der ADAC mit seiner neuen Struktur mehr Transparenz schafft oder mehr Mauschelei, kann ich jedenfalls nach wie vor nicht beurteilen.

Was mir völlig unklar ist: Werden hier echte Reformen auf den Weg gebracht? Oder werden nur neue, noch kompliziertere Strukturen geschaffen als bisher, um ein Vermögen in  von mehreren hundert Millionen Euro zu sichern und zugleich den steuersparenden Status als gemeinnütziger Verein zu behalten?

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Der ADAC zum Abgasskandal bei VW

Zum Abgasskandal bei Volkswagen gibt es mittlerweile sogar einen eigenen Eintrag bei Wikipedia. Eine jüngst bekannt gewordene Folge des Skandals: VW plant aktuell mit Krediten in Höhe von 20 Milliarden Euro.

Ein Trost immerhin: Auf seiner Hompeage informiert der ADAC zum Abgasskandal. Juristen und Techniker fassen zusammen, was aus Sicht des größten deutschen Automobilclubs wichtig ist. Schon im September hat der ADAC eigene Tests zu dem Thema gemacht und die Ergebnisse veröffentlicht.

Samstag, 29. August 2015

ADAC: Die 7 häufigsten Fragen in Zusammenhang mit Blitzern

Passend zum Blogbeitrag über den entfernten Blitzer am Kaiser-Friedrich-Ring möchte ich Euch auf Hinweise des ADAC aufmerksam machen. Hier werden sieben die bei der Rechtsberatung des Clubs am häufigsten auftauchenden Fragen kurz beantwortet. Die Sache mit der Zuverlässigkeit der Messgeräte wird durch Rechtsanwälte gelegentlich anders beantworet. Aber man muss wissen, dass der Angriff auf die Zuverlässigkeit des Messgerätes für den Anwalt oft die einzige Möglichkeit ist, um für den Mandanten gegen das Bußgeld oder gar ein Fahrverbot wegen zu schnellen Fahrens anzukämpfen.

Mittwoch, 19. August 2015

Kroatien: teure Parkknöllchen

Der ADAC berichtet, dass derzeit aus Kroatien massiv Parkknöllchen in Deutschland eingetrieben werden.

Autofahrer, die falsch geparkt oder die die zulässige Parkdauer überschritten haben, bekommen ein Knöllchen. Darauf steht auch, wie viel man zu zahlen hat. Das sind meist Beträge zwischen 10 Euro und 40 Euro.

Wird nicht bezahlt, gibt die kroatische Behörde die Sache an eine deutsche Anwaltskanzlei ab. Diese mahnt die Geldbuße zuzüglich eines (m.E. recht hohen) Anwaltshonorars ab.

Wird nicht bezahlt, geht die Sache zurück nach Kroatien. Dort wird ein Notar tätig, der einen notariellen Vollstreckungsbeschluss erstellt. Die Kosten wachsen weiter an und liegen bei bis zu 350 Euro. Die Juristen des ADAC empfehlen, gegen den notariellen Vollstreckungsbeschluss unbedingt Einspruch einzulegen. Das muss binnen sehr kurzer Zeit erfolgen! Ansonsten kann der gesamte Betrag in Deutschland vollstreckt werden. Mit anderen Worten: über kurz oder lang steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür.

Seit Oktober 2010 können Geldbußen für Fahrverstöße im Ausland auch in Deutschland vollstreckt werden. Das gilt bedingt nur für Parkverstöße. Ich empfehle daher, in solchen Fällen unbedingt einen Anwalt aufzusuchen. Wenn man Mitglied in einem Automobilclub ist, kann man auch dort nachfragen.

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass meine Empfehlung zum unberechtigtem Bußgeld wegen falschem Parken nicht für Fälle im Ausland gilt.

Donnerstag, 13. August 2015

ADAC warnt vor elektronischen Fensterhebern

Der ADAC hat elektronische Fensterheber untersucht und festgestellt, dass es bei manchen keine automatische Sperre gibt. Wenn sie hochgehen und etwas weiches - zum Beispiel ein Finger - dazwischen ist, stoppen sie den Vorgang nicht. Mehr zur Untersuchung und zu den daraus abgeleiteten Resultaten findet Ihr auf der Homepage des ADAC.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Auswandern nach Spanien: Probleme mit dem Führerschein

Der ADAC weist auf eine Besonderheit in Spanien hin, welche die Anerkennung deutscher Führerscheine betrifft.

In Spanien haben Führerscheine ein Ablaufdatum. Wandert jemand mit einem alten deutschen Führerschein nach Spanien aus und wohnt er dort, wird sein Führerschein zunächst anerkannt. Das ist die Grundregel in ganz Europa. Spanien erwartet jedoch, dass der Führerschein binnen zwei Jahren auf eine spanische Fahrerlaubnis umgeschrieben wird.

Touristen oder Austauschstudenten sind von dieser Regel nicht betroffen, da sie nicht so lange im Land verweilen. Anders sieht es aber bei Auswanderern aus. Der ADAC berichtet, dass es hier in der letzten Zeit vermehrt zu Problemen gekommen sei.

Also: Wer in ein anderes Land zieht, sollte sich an die dort geltenden Regeln halten. Das gilt auch innerhalb von Europa.

Donnerstag, 9. Juli 2015

ADAC: Ein weiterer Manager geht

Klaus-Peter Reimer hat am gestrigen Mittwoch den Rücktritt von seinen Ämtern beim ADAC e.V. bekannt gegeben. Das ist nicht irgendwer, sondern der Vizepräsident und Schatzmeister des Clubs und damit einer der mächtigsten Männer. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass er über Unregelmäßigkeiten bei einem Immobilienprojekt gestützt ist.

Klaus-Peter Reimer ist ein gutes Beispiel für jene Gruppe der Mächtigen, die ihre Ämter des ADAC in langjähiger Familientradition innehaben. Anlässlich seiner Wahl in 2012 veröffentlichte der ADAC-Kurier Westfalen eine Jubelmeldung. Hier heißt es, dass sein Vater bereits hohe Ämter im ADAC inne hatte und - wie auch später der Sohn - Vorsitzender der Motorsportabteilung des Polizeisportvereins Gelsenkirchen (PSV) war. Auch auf der Homepage des PSV fand sich eine Jubelmeldung zur letzten Wahl von Klaus-Peter Reimer. Ich finde das merkwürdig.

Wenn es dem ADAC jetzt gelungen ist, sich von einem so etablierten und gut vernetzten Mann zu trennen, stärkt das jedenfalls mein Vertrauen darin, dass der Club sich seriös neu ausrichtet. Ich gebe zu, dass ich da anfangs skeptisch war. Die Sache werde ich natürlich weiter beobachten.

Freitag, 15. Mai 2015

Gebrauchtwagen: auch hier gilt eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren

Auch beim besten Händler der Welt ist die Gebrauchtwagengarantie wichtig.
Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 29.04.2015 (VIII ZR 104/14) zum Verjährungsthema beim Kauf eines Gebrauchtwagens entschieden. Dem Sachverhalt zugrunde lag ein Musterformular, dass vom Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. (ZKD) für seine angeschlossenen Händler bereit gestellt worden war. Die Presse hat die Entscheidung aufgegriffen, so z.B. der SPIEGEL, der Stern oder die Gifhorner Rundschau.

Was war passiert?

Eine Frau hatte einen Gebrauchtwagen gekauft. Wegen eines Produktionsfehlers trat Rost auf. Die Käuferin verlangte den Ersatz der Kosten für die Beseitigung dieses Schadens.

Den wollte der Händler nicht bezahlen. Er berief sich dabei auf die Geschäftsbedingungen, in denen stand:
VI. Sachmangel

1.Ansprüche des Käufers wegen Sachmängeln verjähren in einem Jahr ab Ablieferung des Kaufgegenstandes an den Kunden. […]

5.Abschnitt VI Sachmangel gilt nicht für Ansprüche auf Schadensersatz; für diese Ansprüche gilt Abschnitt VII Haftung. 
Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass ein normaler Gebrauchtwagenkäufer diese Regel nicht verstehen kann. Sie ist in sich widersprüchlich und intransparent - und damit nach den Regeln des Gesetzes unwirksam.

Für die betroffene Käuferin ist die Entscheidung gut. Sie bekommt den ihr entstandenen Schaden ersetzt. Gut finde ich auch die Reaktion des ZDK. Dieser hat in einer Presseerklärung mitgeteilt, dass er die (noch nicht veröffentlichte) Entscheidung des Bundesgerichtshofes genau lesen und die Geschäftsbedingungen überarbeiten will.

Ich finde die Angelegenheit übrigens nicht gerade einfach zu lösen. Das Gesetz verlangt in § 434 BGB, dass verkaufte Sachen frei von Mängeln sein müssen. Die Ansprüche deswegen verjähren innerhalb von zwei Jahren. So sieht es § 438 BGB vor. Wenn aber in den Verkaufsbedingungen von "Schadensersatz" gesprochen wird, so denkt man unwillkürlich an das gesetzliche Schadensersatzrecht z.B. in § 823 BGB. Hier gilt nach § 195 BGB eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Es würde die ganze Angelegenheit vielleicht erleichtern, wenn der Gesetzgeber die Regeln zur Verjährung bei Mangelgewährleistung und bei gesetzlichem Schadensersatz anpassen würde. Für die Verbraucher hätte das den Vorteil, dass Händler Gebrauchtwagen kaum mehr verkaufen werden, wenn sie nicht davon ausgehen, dass die für die nächsten drei Jahre in Ordnung sind.

Wer selbst über den Kauf eines Gebrauchtwagens nachdenkt, sollte sich auf jeden Fall über seine Rechte als Käufer informieren. Die bekannten Automobilclubs stellen dazu gute Informationen zur Verfügung, so der ACE, der ADAC oder der AvD.

Hast Du schon einen Gebrauchtwagen gekauft und es gibt Probleme? Wenn ja, sprich bitte zuerst mit dem Verkäufer darüber. Ich habe das selbst erlebt, kurz nach dem Kauf war der Beifahrersitz defekt und konnte nicht mehr zurück geklappt werden. Mein Händler hat das anstandslos repariert.

Wenn der Händler sich aber weigert, sprich bitte mit Deinem Automobilclub oder einem Anwalt Deines Vertrauens darüber, wie in Deinem Fall am besten vorzugehen ist.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Ergebnisse der ADAC Hauptversammlung

Auf die Hauptversammlung des ADAC mit den dort gestellten Anträgen habe ich im Blog bereits hingewiesen. Der ADAC hat jetzt deren Ergebnisse veröffentlicht.

Danach wurden die Compliance-Richtlinien verabschiedet. Auch sollen die Mitglieder künftig stärker eingebunden werden. Ferner sind neue Präsidiumsmitglieder gewählt worden.

Leider entnehme ich der Meldung nicht, ob jetzt die Sportschifffahrt als neuer Vereinszweck aufgenommen wurde. Aber auf jeden Fall finde ich, dass die jetzt gestellten Weichen in die richtige Richtung gehen.

Freitag, 8. Mai 2015

ADAC Hauptversammlung am 9. Mai 2015

Die Hauptversammlung des ADAC steht für dieses Wochenende an. Die Anträge sind hier auf der Homepage des ADAC veröffentlicht worden.

Der ADAC hat künftig keine "Gaue" mehr, sondern "Regionalclubs". Das ist eine sprachliche Umgestaltung, die für eine Modernisierung steht. Das hat zwar keine inhaltliche Substanz, passt aber gut ins sprachliche Verständnis der heutigen Zeit.

Die Sportschifffahrt soll als weitere Aufgabe in den Vereinszweck des ADAC aufgenommen werden. Was das beim Allgemeinen Deutschen Automobilclub soll, ist für mich völlig unverständlich. Der Antrag wurde von Präsidium und Verwaltungsrat gestellt und damit begründet, dass der Club mit Aufgaben im Sportbootführerscheinwesen seitens des Staates betraut werden soll. Mir scheint, hier tut man ein neues Geschäftsfeld auf und möchte mit den Beiträgen der Clubmitglieder die Interessen einiger weniger Funktionäre finanzieren. Ein letztes Urteil dazu möchte ich mir aber nicht anmaßen.

Dass künftig auch jeder Delegierte Anträge zur Versammlung soll stellen dürfen, ist aus meiner Sicht dagegen ein Fortschritt.

Sehr interessant finde ich einen Antrag des ADAC Nordrhein. Dieser möchte eine Mitgliederbefragung dazu durchführen lassen, welche Geschäftsfelder zum Vereinszweck gehören und welche Leistungen künftig noch durch den Club erbracht werden sollen. Das finde ich sehr gut und hoffe, dass dieser Antrag auch angenommen wird.

Sehr gut hätte ich es auch gefunden, wenn jemand beantragt hätte, die Aufnahme eines zusätzlichen Vereinszwecks immer von den Mitgliedern entscheiden zu lassen. Wenn der ADAC es mit mehr Transparenz und mit mehr Rechten für die Mitglieder ernst meint, wäre es der richtige Schritt, über die Sportschifffahrt als Vereinszweck eine Abstimmung durchzuführen. Wenn das ein Ergebnis der Hauptversammlung wäre, hätte der ADAC für mich seine Glaubwürdigkeit wieder gewonnen.

Mittwoch, 6. Mai 2015

ADAC: keine Ermittlunlungen wegen Steuerhinterziehung

In München kann man aufatmen. Im Januar 2014 hatte die Staatsanwaltschaft München I noch bekannt gegeben, dass man dem Verdacht auf Straftaten im Club nachgehe. Da ging es um Vorwürfe im Zusammenhang mit Manipulationen beim Gelben Engel.

Die Staatsanwaltschaft ist aber auch dem Verdacht auf Steuerhinterziehung nachgegangen. Der SPIEGEL berichtet, dass man keine belastenden Anhaltspunkte dafür habe feststellen können. Weitere Ermittlungen zu dem Thema wird es dann wohl nicht geben.

Donnerstag, 30. April 2015

ADAC Nordbayern und der Staatsanwalt

T-Online hat gemeldet, dass die Staatsanwaltschaft gegen Personen beim ADAC Nordbayern ermittelt. Im Kern geht es dabei um den Vorwurf der Untreue. Umgangssprachlich kann man sagen, dass sich da jemand zu Lasten der Clubkasse was zugeschustert haben soll, was nicht in Ordnung ist.

Bereits im Feburar war Thema hier im Blog, dass der ADAC einen hochrangigen Manager rausgeworfen habe. Auch hier soll es ein nicht ganz korrektes Verhältnis zwischen "meins" und "deins" gegeben haben.

Ich finde es gut, dass über solche Sachen jetzt in der Öffentlichkeit gesprochen wird.

Dienstag, 17. März 2015

FAZ: Schutzbrief der Kfz-Versicherung meist günstiger als Automobilclub

Den ADAC wird ein Preisvergleich nicht freuen.
Ich möchte Euch auf einen Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hinweisen. Diese legt dar, dass ein Schutzbrief bei der Kfz-Versicherung meist günstiger ist als die Mitgliedschaft in einem Automobilclub. Den ADAC als dem größten derartigen Club wird dieser Bericht nicht freuen. Die anderen Clubs vermutlich auch nicht.

Nehmen wir den ADAC: die Mitgliedschaft dort kostet - je nach Variante - zwischen 49 € und 89 € im Jahr. Zum Teil werden damit die "gelben Engel" bezahlt, jene guten Helfer in der Not bei Unfall oder Panne.

Je nach gewähltem Leistungspaket kostet die Mitgliedschaft im ACE zwischen 62,80 € und 146,50 € im Jahr oder im AvD zwischen 44,90 € und 64,90 €. Das wären einige andere Automobilclubs, die sich mit ihren Preisen ungefähr im Rahmen dessen bewegen, was der ADAC kostet.

Die FAZ berichtet in ihrem Bericht, dass die Leistungen eines Schutzbriefes bei den Kfz-Versicherungen oft mit dabei sind, oder dass ein Schutzbrief nur wenige Euro im Jahr kostet. Sie spricht von 5 € bis 10 €, was im Vergleich zu den Mitgliedsbeiträgen eines Automobilclubs sehr günstig ist. Die Pannen- und Unfallhilfe ist damit im gleichen Maße abgedeckt. Allerdings, und hier widerspricht die FAZ sich ein wenig, weist sie auch auf Versicherer hin, die bis zu 60 €  für einen Schutzbrief verlangen.

Beruflich beschäftige ich mich momentan sehr mit dem Thema. Ich kann jedem Interessenten nur empfehlen, sich sehr genau damit zu befassen, was für das Geld geboten wird.

Die erste Frage, die man sich stellen sollte, lautet: was brauche ich überhaupt? Ein Beispiel: weltweiter Schutz klingt ja nett. Aber bin ich wirklich weltweit mit dem Auto unterwegs? 

Was Versicherungen beim Schutzbrief bieten, ist von Gesellschaft zu Gesellschaft etwas unterschiedlich. Ich empfehle, sich hier Abschnitt A.3 der Muster-Bedingungen für die Kraftfahrtversicherungen des GDV anzuschauen und mit dem eigenen Versicherungsvertreter oder Makler über den Punkt zu sprechen. Entsprechen die Bedingungen Ihres Versicherers den Musterbedingungen, sind sie schlechter oder - das gibt es auch - vielleicht besser? Und dann vergleicht das mit dem, was Euch der Automobilclub Eures Vertrauens für das Geld bietet.

Die FAZ weist noch darauf hin, dass die Hersteller ihren Kunden meist kostenlos einen Schutzbrief bieten. Denn Unfall- und Pannenhilfe sind in ihrer Mobilitätsgarantie enthalten. Die bekommen übrigens nicht nur, wie es in der FAZ steht, Nutzer eines Neuwagens. Bei den meisten Herstellern ist diese Mobilitätsgarantie auch dabei, wenn man die Inspektionen in einer Markenwerkstatt machen lässt. Sprechen Sie mit der Werkstatt Ihres Vertrauens über diesen Punkt. Dann benötigen Sie vielleicht weder einen Schutzbrief der Versicherung noch eine Mitgliedschaft in einem Automobilclub.

Samstag, 28. Februar 2015

Der ADAC wirft hochrangigen Manager raus

ASP berichtet, dass der ADAC den Geschäftsführer der ADAC Service GmbH vor die Tür gesetzt hat. In diesem Zusammenhang wird von Unregelmäßigkeiten berichtet, die in Richtung Vorteilsannahme deuten. Bereits am Donnerstag hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet, allerdings ohne Nennung von Namen.

Im Dezember hatte ich hier im Blog überlegt, ob der ADAC wirklich auf mehr Transparenz setzt, oder ob noch mehr Mauschelei betrieben wird. Dass die interne Revision des ADAC jetzt auch vor alteingesessenen Größen nicht zurück schreckt, finde ich gut. Langsam gewinne ich das Vertrauen darin, dass der Verein es mit der Neuausrichtung ernst meint.

Aber ich glaube nicht, dass nur eine - wenn auch zentrale - Figur hier ins Auge zu fassen ist. Dafür ist der ADAC zu groß. Auch in den Regionalclubs wird man auf die Strukturen und die wirtschaftlichen Interessen der beteiligten Personen zu achten haben.

Wenn wir von noch weiteren Personalveränderungen hören, spricht das für eine echte Ernsthaftigkeit, mit der die Neuausrichtung betrieben wird. Hören wir nichts weiter, war Herr Kroha möglicherweise nur ein Bauernopfer. Andere Figuren bleiben dann auf dem Spielbrett und es geht weiter wie immer.

Warten wir es ab!

Samstag, 7. Februar 2015

ADAC Pannenstatistik: die Pannen der vom ADAC betreuten Hersteller-Assistancen werden in der Statistik nicht berücksichtigt

Der ADAC hat kürzlich seine Pannenstatistik 2014 veröffentlicht. Methodik und Hintergrund werden sehr ausführlich erläutert. Dabei wird ausdrücklich gesagt:
Jeder Hersteller oder Importeur bietet eigene „Assistance“-Dienste an, teilweise erbringt sie der ADAC im Auftrag. Um Verzerrungen der Statistik zu vermeiden und Gleichstand herzustellen, müssen die Assistance-Fälle unberücksichtigt bleiben.
Immerhin gibt der ADAC offen zu, dass die Assistance-Pannen bei der Statistik nicht berücksichtigt werden. Diese sind ein wichtiges Geschäftsfeld des Automobilclubs. Und für die Fahrzeughersteller ist es von Vorteil, die Assistance-Dienstleistungen durch die Organitsation des ADAC erbringen zu lassen.

Hauptgrund ist, dass der ADAC ein hervorragend organisiertes und allzeit bereites Netz von ca. 1.800 eigenen Straßenwachtfahrern und ca. 1.000 Straßendienstpartnern hat. Bei den Straßendienstpartnern handelt es sich um örtliche Firmen, meist Werkstätten oder Abschleppdienste. Wenn ein Fahrzeughersteller eine eigene Organisation aufbauen will, kostet das sehr viel Geld und Kapazitäten. Eine vorhandene und sehr professionelle Organisation zu nutzen erscheint mir da sehr sinnvoll.

Aber die Sache hat noch einen zweiten Aspekt: keinem Hersteller ist daran gelegen, oft in der Pannenstatistik aufzutauchen. Und das kann er vermeiden, indem er die Sache durch den ADAC abwickeln lässt.

Immerhin macht der Club diesen Punkt transparent. Für mich hat es aber doch etwas von Mauschelei. In einer Pannenstatistik sollten möglichst alle Pannenfälle aufgenommen werden, von denen man Kenntnis bekommt - oder man kann die Sache vergessen. So meine Meinung.

Dienstag, 27. Januar 2015

Gebrauchtwagenkauf: Vorsicht vor Betrug

ein Gebrauchtwagen
Um an ein bezahlbares Auto zu kommen, kaufen viele Leute einen Gebrauchten. Ich selbst habe das auch so gemacht. Leider wissen das auch viele Betrüger. Daher sollte man auf Abzocke gefasst sein, wenn man einen Gebrauchten kaufen oder sein eigenes Auto verkaufen will.

In der Welt vom 03.01.2015 warnte Christoph Walter vor den sechs miesesten Betrugsmaschen beim Online-Autokauf: Es wird getrickst mit den Tricks in Zusammenhang mit Schadensersatz, Kaufantrag, Scheck, Hehler (oft bei Straßenhändlern), Transportfirmen und Stohleuten. Sein Artikel ist echt gut, für Details lest bitte dort nach.

Hinweise zum Thema Gebrauchtwagenkauf gibt es beim ADAC, beim ACE oder beim AvD.

Der ADAC weist zudem auf acht Betrugsmaschen beim Gebrauchtwagenkauf hin: Nachträgliches Drücken des Preises, Scheckbetrug, Schätzung des Kaufpreises durch einen Sachverständigen, Berechnung von Standgebühren, Eintrag auf einer Exportliste, teure Rückrufnummern, allzu verlockende Angebote im Internet oder "Kaufe-Auto-Kärtchen", die am Fahrzeug hinterlassen werden.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Kontrolliert Euer Motoröl

Der ADAC weist darauf hin, dass Autonutzer den Ölstand regelmäßig kontrollieren müssen. Es entspricht auch meiner Erfahrung, dass zu wenig (nicht nachgeschüttet) oder falsches Öl Schäden am Motor verursachen kann.

Die Hersteller schreiben bestimmte Öle (nicht den Hersteller, wohl aber was für ein Öl es sein muß) vor. Daran kann man sich in der Regel recht einfach halten. Diese Öle bekommt man in großen Märkten, an Tankstellen oder auch bei der Werkstatt des Vertrauens.

Ein Schaden am Motor ist sehr ärgerlich. Ein neuer Pkw-Motor ist teuer, sowohl was den Motor selbst als auch die Kosten für den Einbau angeht. Die Kasko-Versicherung kommt dafür nicht auf, weil das dann weder ein Unfallschaden noch eines der in der Teilkasko versicherten Risiken ist. Daher schließe ich mich der Empfehlung des ADAC ausdrücklich an.

Freitag, 12. Dezember 2014

ADAC: mehr Transparenz oder mehr Mauschelei?

Gelber Engel - gelbe Bengel?
Die Skandale um den ADAC waren in diesem Jahr mehrfach Thema in meinem Blog.

Der Automobilclub hat am vergangenen Wochenende getagt. Ein "Radikalumbau" wurde versprochen. Zu den Ergebnissen der Hauptversammlung am 6. Dezember 2014 gibt es auch eine Pressemeldung, in welcher der ADAC diese vorstellt.

Darüber haben auch die Medien berichtet, so in der ZEIT, der TAZ oder das Manager Magazin. Die FAZ bemerkt spitz, der ADAC reformiere sich selbst. Die Augsburger Allgemeine fragt, ob der ADAC seine Pannen ausbügele.

Das Kernproblem des ADAC ist nach meinem Eindruck die fehlende Transparenz des eigenen Geschäfts für die Öffentlichkeit und die Mitglieder. Für die Zukunft verspricht der ADAC eine klare, transparente und nachvollziehbare Struktur. Verein und wirtschaftliche Aktivitäten sollen organisatorisch getrennt werden.

Nach meiner Meinung liegt genau hier der Knackpunkt.

Die heutige Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH des ADAC wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die dann die wirtschaftlichen Aktivitäten führt. Eine Stiftung wird vom ADAC neu gegründet, die 25,1 % der Aktien der neuen AG halten soll. Die restlichen Aktien gehören dann wohl dem ADAC e.V.

Formell sind die wirtschaftlichen Aktivitäten des Vereins dann aus diesem ausgelagert. Aber ist damit alles gut? Die neu zu gründende Aktiengesellschaft wird nicht börsennotiert sein. Auch wird nicht berichtet, dass die ADAC-Mitglieder Aktionäre und damit Miteigentümer der neuen Aktiengesellschaft werden könnten.

Und wer bestellt die Personen in den Aufsichtsrat, die dann die Kontrolle über die Aktivitäten der Aktiengesellschaft ausüben sollen?

Zu den bekannt gewordenen Skandalen konnte es nur deshalb kommen, weil die an den Aktivitäten des Clubs beteiligten Personen innerhalb des Clubs eigene wirtschaftliche Interessen an deren Gelingen hatten.

Ein Beispiel: der ADAC Hessen-Thüringen hat seinem Geschäftsführer ein Haus für 1,5 Millionen Euro gebaut. So berichtet es der Hessische Rundfunk. Das Gehalt ist natürlich entsprechend angepasst, damit er die Kaltmiete von 3.200 Euro problemlos zahlen kann und es hier zu keinem geldwerten Vorteil im Rahmen der Wohnung kommt.

Alles in Ordnung? Für einen auf Verbraucherschutz ausgerichteten Verein wohl kaum.

Geht der ADAC jetzt hin und stellt solche Zustände ab? Nein. Er richtet eine Aktiengesellschaft ein, die vom Verein und einer neu zu gründenen Stiftung (wer wird in der tätig?) kontrolliert wird und die der Kontrolle durch die Mitglieder entzogen ist. Die haben es eh schwer. Über die Klauseln, welche vielen Mitgliedern die demokratische Mitkontrolle ihres Vereins faktisch verunmöglichen, gab es in der Welt einen sehr interessanten Artikel. Ich empfehle dessen Lektüre.

Mein persönliches Fazit der angekündigten Reformen: das Versprechen von klaren und transparenten Strukturen scheint mir eine Marketingphrase zu sein, nicht mehr.

Durch die Verlagerung der wirtschaftlichen Aktivitäten von der (mit etwas Mühe für einzelne Mitglieder noch kontrollierbaren) Aktivität des Vereins in eine Stiftung und eine Aktiengesellschaft (wo das einzelne ADAC-Mitglied definitiv nichts zu bestellen hat) wird faktisch genau das Gegenteil erreicht.

Die neu zu schaffenden Strukturen werden noch intransparenter und einer demokratischen Kontrolle der ADAC-Mitglieder entzogen als die alten es sind. Das ist jedenfalls meine Meinung, die ich mir gebildet habe auf Basis von dem, was der ADAC selbst veröffentlicht hat.

Ein Radikalumbau sieht anders aus. Der angekündigte Umbau wird es schwerer machen, die Aktivitäten zu erkennen und nachvollziehen zu können. Dass dann noch darüber von den Medien berichtet wird, kann ich mir nicht vorstellen. Woher sollten die auch ihre Informationen beziehen?

Was der ADAC also erreichen wird, ist ein Weniger an negativer Publizität. Das Übel an den Wurzeln hat er nicht gepackt. Ich finde das schade.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Lügen haben kurze Beine - die zur Belastungsneutralität der Pkw-Maut auch!

Freie Fahrt für zahlende Bürger
Dass die Story von der Belastungsneutralität der Pkw-Maut eine politische Propagandalüge ist, darauf habe ich bereits im Blog hingewiesen. Ein Bericht in der WELT bestätigt dies.

Das politische Versprechen war, dass die Belastung der Pkw-Maut durch eine entsprechende Absenkung der Kfz-Steuer kompensiert werden solle. Nunmehr wird bekannt, dass in den rechtlichen Regelungen keine automatische Absenkung der Kfz-Steuer vorgesehen ist, sollte die Pkw-Maut einmal angehoben werden. Das Fehlen eines solchen Mechanismus entlarvt den Seehofer'schen Hirnfurz einmal mehr als Lüge mit dem Ziel, die Menschen durch den Staat mehr abzukassieren als bisher.

Der ADAC argumentierte bereits mit Sachargumenten gegen die Einführung der Pkw-Maut. Österreich und die Niederlande sind aus Rechtsgründen dagegen. Darüber habe ich im Blog bereits berichtet. Die Sachargumente können gegen den absoluten Willen der Politik, uns mit der Maut noch mehr auszunehmen als bisher, vermutlich nichts ausrichten. Die CSU wird nur über dieses Projekt politisch wahr genommen und wäre vollends der Lächerlichkeit ausgesetzt, würde es scheitern.

Hoffen können wir Betroffene nur noch auf das Recht. Das wird uns aber nicht aus Deutschland retten, sondern allenfalls aus Europa. Möge das Recht uns schützen!