Samstag, 28. Februar 2015

Der ADAC wirft hochrangigen Manager raus

ASP berichtet, dass der ADAC den Geschäftsführer der ADAC Service GmbH vor die Tür gesetzt hat. In diesem Zusammenhang wird von Unregelmäßigkeiten berichtet, die in Richtung Vorteilsannahme deuten. Bereits am Donnerstag hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet, allerdings ohne Nennung von Namen.

Im Dezember hatte ich hier im Blog überlegt, ob der ADAC wirklich auf mehr Transparenz setzt, oder ob noch mehr Mauschelei betrieben wird. Dass die interne Revision des ADAC jetzt auch vor alteingesessenen Größen nicht zurück schreckt, finde ich gut. Langsam gewinne ich das Vertrauen darin, dass der Verein es mit der Neuausrichtung ernst meint.

Aber ich glaube nicht, dass nur eine - wenn auch zentrale - Figur hier ins Auge zu fassen ist. Dafür ist der ADAC zu groß. Auch in den Regionalclubs wird man auf die Strukturen und die wirtschaftlichen Interessen der beteiligten Personen zu achten haben.

Wenn wir von noch weiteren Personalveränderungen hören, spricht das für eine echte Ernsthaftigkeit, mit der die Neuausrichtung betrieben wird. Hören wir nichts weiter, war Herr Kroha möglicherweise nur ein Bauernopfer. Andere Figuren bleiben dann auf dem Spielbrett und es geht weiter wie immer.

Warten wir es ab!

Mittwoch, 25. Februar 2015

Selbstfahrende Autos: der Halter haftet

Bei Cash Online gibt es einen Beitrag, der sich mit Versicherungsschutz für selbstfahrende Autos beschäftigt. Die Autoren meinen, dass noch viele Fragen offen seien.

Ich sehe das etwas anders.

Die einzige Frage, die wirklich zu klären ist, ist ob solche Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum erlaubt werden. Das ist aus meiner Sicht auf europäischer Ebene zu klären, nicht im nationalen Alleingang. Denn jeder EU-Bürger muss mit seinem in einem Land zugelassenen Fahrzeug auf Spritztour ins Nachbarland gehen dürfen.

Wenn solche Fahrzeuge zugelassen werden, muss die Versicherungswirtschaft dafür auch Versicherungsschutz anbieten. Das wird sie auch tun. Weil die Technik noch nicht ausgereift ist, und weil man die Risiken solcher Systeme derzeit noch nicht einschätzen kann, wird aus der Versicherungswirtschaft derzeit aber noch keine klare Aussage zu den Kosten einer solchen Versicherung gemacht werden können.

Haftungsfragen sind aus meiner Sicht auch klar. § 7 Abs. 1 StVG sieht eine verschuldensunabhängige Haftung des Fahrzeughalters vor. Das bedeutet: wird beim Betrieb eines selbstfahrenden Autos ein anderer geschädigt, muss der Halter haften. Darüber ist im Grundsatz nicht zu diskutieren.

Auch ein Versagen der technischen Vorrichtungen, die das Auto fahren, geht zu Lasten des Halters. Er nutzt das System, er muss zahlen wenn was passiert. So einfach ist das.

Wenn das Versagen der Selbstfahr-Vorrichtungen auf einen Fehler in der Produktion zurück zu führen ist, den der Hersteller zu vertreten hat, kann der Halter (oder dessen Versicherer) einen Regress beim Hersteller versuchen.

Janina Röttger, Autoversicherungsexpertin bei Sopra Steria Consulting, wird bei Cash Online damit zitiert, dass sich ein zunehmender Aufwand für die Schadensermittlung abzeichnet. Soweit es sich um die Feststellung des verursachten Schadens handelt, erwarte ich keinen Unterschied zu heute. Allerdings was die Regresse wegen Produkthaftung angeht, werden die Versicherungsunternehmen nicht umhin kommen, dafür Spezialisten im Mitarbeiterstamm zu haben. Hier wird man jeden Unfall, der im Selbstfahrmodus passiert ist, genauestens untersuchen müssen. Und das bringt einen ganz erheblichen Aufwand mit sich, der sehr teuer ist. Insofern hat Janina Röttger meiner Meinung nach Recht. Die Bearbeitung solcher Schäden wird deshalb viel teurer sein müssen als die Bearbeitung von Schäden, bei denen "nur" Menschen am Werk waren.

Freitag, 20. Februar 2015

Facebook auf dem Handy

Im Hinblick auf die neuen Datenschutzrichtlinien bei Facebook: ich habe die App vom Handy gelöscht. Facebook muss über die Standortdienste nicht wissen, wo ich gerade bin.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Wiesbaden: Bombe entschärft, Schiersteiner Brücke kaputt

Gestern habe ich vom Bombenfund in Wiesbaden berichtet. Die gute Nachricht: die Entschärfung hat geklappt. Der Wiesbadener Kurier berichtet, und bringt dazu auch Bilder. Der Hashtag #WIBombe geht durch Twitter und Facebook. Das war's aber auch.

Und dann heute eine andere, schlechte Nachricht: die Schiersteiner Brücke ist bis auf weiteres gesperrt. Ein Bauteil hatte sich gelöst, wodurch die Brücke absank. Der hessische Rundfunk berichtete darüber, siehe auf YouTube veröffentlichter Bericht. Die Brücke hat sich Presseberichten zufolge zwischen 30 cm (Wiesbadener Kurier) und 40 cm (Wiesbadenaktuell.de) gesenkt. Das wird wohl recht lange dauern und zu einem großen Verkehrschaos vor allem in Mainz führen. Die Pendler von Rheinhessen ins RheinMain Gebiet haben es jetzt jedenfalls nicht einfach.  

Auch hierzu gibt es jetzt einen Hashtag: #brückengau

Um aus der Überschrift kein Missverständnis erwachsen zu lassen: die Brückensperrung hat mit dem Bombenfund nichts zu tun. Die Welt berichtet, dass Baumängel die Ursache des Schadens an der Brücke und damit letzten Endes auch dieser Vollsperrung sind.

Dienstag, 10. Februar 2015

Bombenfund in Wiesbaden: Straßensperrungen verursachen Verkehrschaos

An der RheinMain Halle in Wiesbaden wird gebaut. Und wie es nun einmal mit großen Baumaßnahmen so ist, sie fördern gelegentlich manch unerwarteten Fund zutage. Hier wurde eine Fünf-Zentner Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Nicht erfreulich, und gefährlich zudem auch.
Rheinstraße Ecke Oranienstraße: Verkehrschaos

Ich habe davon in der Stadt erfahren. Die Sperrmaßnahmen begannen schon recht früh. Als ich aus der Innenstadt zurück nach hause ging, fiel mir das Verkehrschaos auf. Die Rheinstraße, eine der großen Verkehrsführungen in der Stadt, war ab der Ecke Oranienstraße in Richtung Stadthalle komplett gesperrt.

Vor Ort war sehr viel Polizei. Die netten Schutzleute habe ich gefragt und zu der Sache auch Auskunft bekommen. Ehrlich gesagt bin ich den Polizisten sehr dankbar, dass sie ihren Feierabend für unsere Sicherheit opfern. Der Hinweis der Polizei zu den Maßnahmen kann auch im Internet nachgelesen werden.

Oranienstraße in Richtung 1. Ring: nichts geht mehr
Auf dem Heimweg fiel mir auf, dass die Geschäfte schon um 20 Uhr schließen mussten, auch wenn sie teils doch länger aufhaben sollten. Ein Mitarbeiter von REWE sagte, dass sie wegen des Bombenfundes früher schließen mussten.

In den Medien ist auch sehr viel berichtet worden, so im Wiesbadener Kurier, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Frankfurter Neuen Presse oder bei Wiesbadenaktuell.de.

Um 20 Uhr sollen die Entschärfungsmaßnahmen beginnen. Ich denke mal, die Experten werden noch etwas länger warten bis die Leute die Gegend verlassen haben. Evakuiert wurde nicht, jedenfalls habe ich in der Gegend in noch vielen Wohnungen in den oberen Geschossen Licht gesehen. Aber - und auch das finde ich gut - es besteht für Menschen, die ihre Wohnungen lieber verlassen möchten, die Möglichkeit in die Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit zu gehen oder sich am Kurhaus zu melden.

Dichterviertel in Wiesbaden: Polizei sucht Zeugen

Per Aushang sucht die Polizei Hinweisgeber.
Ich habe kürzlich vom Vandalismus in Wiesbaden berichtet. Im Dichterviertel (ein Altbauviertel am Rande der Innenstadt) sind in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 2015 ca. 30 Autos beschädigt worden. Auch der Wiesbadener Kurier hatte darüber berichtet.

Die bislang unbekannten Täter haben Autos mit weißer Sprühfarbe beschmiert.

Die Polizei sucht per Aushang nach Zeugen. Wer etwas gesehen hat oder weiß, wer das war, ruft bitte unter 0611 345-2340 bei der Polizei an.

Samstag, 7. Februar 2015

ADAC Pannenstatistik: die Pannen der vom ADAC betreuten Hersteller-Assistancen werden in der Statistik nicht berücksichtigt

Der ADAC hat kürzlich seine Pannenstatistik 2014 veröffentlicht. Methodik und Hintergrund werden sehr ausführlich erläutert. Dabei wird ausdrücklich gesagt:
Jeder Hersteller oder Importeur bietet eigene „Assistance“-Dienste an, teilweise erbringt sie der ADAC im Auftrag. Um Verzerrungen der Statistik zu vermeiden und Gleichstand herzustellen, müssen die Assistance-Fälle unberücksichtigt bleiben.
Immerhin gibt der ADAC offen zu, dass die Assistance-Pannen bei der Statistik nicht berücksichtigt werden. Diese sind ein wichtiges Geschäftsfeld des Automobilclubs. Und für die Fahrzeughersteller ist es von Vorteil, die Assistance-Dienstleistungen durch die Organitsation des ADAC erbringen zu lassen.

Hauptgrund ist, dass der ADAC ein hervorragend organisiertes und allzeit bereites Netz von ca. 1.800 eigenen Straßenwachtfahrern und ca. 1.000 Straßendienstpartnern hat. Bei den Straßendienstpartnern handelt es sich um örtliche Firmen, meist Werkstätten oder Abschleppdienste. Wenn ein Fahrzeughersteller eine eigene Organisation aufbauen will, kostet das sehr viel Geld und Kapazitäten. Eine vorhandene und sehr professionelle Organisation zu nutzen erscheint mir da sehr sinnvoll.

Aber die Sache hat noch einen zweiten Aspekt: keinem Hersteller ist daran gelegen, oft in der Pannenstatistik aufzutauchen. Und das kann er vermeiden, indem er die Sache durch den ADAC abwickeln lässt.

Immerhin macht der Club diesen Punkt transparent. Für mich hat es aber doch etwas von Mauschelei. In einer Pannenstatistik sollten möglichst alle Pannenfälle aufgenommen werden, von denen man Kenntnis bekommt - oder man kann die Sache vergessen. So meine Meinung.

Dienstag, 3. Februar 2015

Himmelreich/Halm/Staab: Handbuch der Kfz-Schadensregulierung ist in der 3. Auflage erschienen

Heute ist ein Paket bei mir eingetroffen, über das ich mich ganz besonders freue: meine Autorenexemplare der 3. Auflage des von Himmelreich/Halm/Staab herausgegebenen Handbuchs der Kfz-Schadensregulierung. Es ist 2015 im Luchterhand Verlag erschienen.

Von mir stammt das zweite Kapitel. Darin geht es um Schadenmanagement bei durch Kfz verursachten Schäden.

Es gibt die unterschiedlichsten Aspekte des Schadenmanagements. Es ist keine originäre Aufgabe von Kfz-Versicherern, die eine große Anzahl von Schadensfällen zur Zufriedenheit ihrer Kunden bewältigen müssen. Auch Werkstätten, Rechtsanwälte und Betreiber großer Fahrzeugflotten haben das Thema auf dem Schirm. Die Motive sind sehr heterogen, oft geht es um Effizienz von Reparaturmaßnahmen oder darum Kosten zu sparen. Anderen geht es darum, Reparaturaufträge in bestimmte Werkstätten zu vermitteln um diesen eine gute Auslastung zu verschaffen. Schließlich spielt das Schadenmanagement bei schlimmen Personenschäden und auch bei Bau- oder Umweltschäden heute eine wichtige Rolle.

Natürlich geht es in diesem Buch auch um alle anderen Themen rund um Schadensfälle in Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen. In einer eigenen Seite dieses Blogs trage ich die Stimmen zu dem Buch ein.

51 Todesfälle wegen defekter Zündschlösser

Der Spiegel berichtet, dass der amerikanische Autokonzern General Motors zugibt, dass 51 Menschen wegen defekter Zündschlösser sterben mussten.

Während der Fahrt sprangen Zündschlösser in die Aus-Position. So schalteten sich nicht nur der Motor, sondern auch die Elektronik an Bord aus. Lenkung, Airbags und Bremsen funktionierten nicht mehr richtig. So kam es zu einer größeren Zahl von Unfällen, bei einigen davon starben Menschen. Diese Mängel waren länger bekannt, die verantwortlichen Mitarbeiter hatten jedoch darüber hinweg gesehen und sich die Kosten für eine Rückrufaktion gespart.

Im März 2014 sprach Autobild von einem "Flächenbrand" - das kann aber nur auf die Wirkung in den Medien bezogen gewesen sein. Im September 2014 wurde schon darüber berichtet, dass General Motors den ersten Opfern eine Entschädigung anbot. Im Dezember wurden schon 42 Tote eingeräumt, die Zahl hat der Konzern jetzt nach oben korrigiert.

Montag, 2. Februar 2015

Vandalismus in Wiesbaden: 30 Autos beschmiert - Polizei bittet um Hinweise

mit weißer Farbe wurden mindestens 30 Autos besprüht
Die Polizei berichtet von der Beschädigung mehrerer Autos in Wiesbaden durch Farbschmierereien.

In der Nacht von Freitag (30.01.) auf Samstag (31.01.2015) besprühten die Täter - so in etwa zwischen 21.00 Uhr bis ca 01.45 Uhr am Samstagmorgen - mindestens 30 geparkte Fahrzeuge mit weißer Farbe. Nach einer ersten Schätzung der Polizei beträgt der angerichtete Schaden mindestens 30.000 Euro.

Der Tatort erstreckt sich über die komplette Klopstockstraße, von der Wielandstraße bis hin zum Konrad-Adenauer-Ring. Anhand der vorgefundenen Spuren ist davon auszugehen, dass der oder die Täter am rechten Fahrbahnrand in Richtung Konrad-Adenauer-Ring gelaufen sind. Die Ermittlungsgruppe des 3. Polizeireviers bittet Hinweisgeber oder weitere Geschädigte, sich unter der Telefonnummer (0611) 345-2340 zu melden.


Geschädigte haben die Möglichkeit, den Schaden ihrer Vollkaskoversicherung zu melden. Mit etwas Glück lässt die Farbe sich vielleicht wieder entfernen ohne das Auto gleich neu lackieren zu müssen.

Wer in Wiesbaden im Dichterviertel wohnt, sollte auf jeden Fall kontrollieren, ob sein Auto betroffen ist. Jeder sollte sich bei der Polizei melden, der an seinem Auto weiße Farbe feststellt, wie es oben auf dem Bild zu sehen ist.