Montag, 17. Februar 2014

ADAC: Manipulationen gibt es seit Jahren - Autobauer geben Gelbe Engel zurück

Autohaus berichtet von ersten internen Ergebnissen der Prüfung, die der ADAC bei sich durchführen lässt. Danach wurden die Wahlen zum "Gelben Engel" wohl schon jahrelang manipuliert. Ziel war, dass möglichst alle Marken vertreten sind. Man wollte sich wohl schmücken nach dem Motto "Der ADAC ruft, und alle kommen."

BMW, VW und Daimler geben nach einem Bericht des Manager-Magazins insgesamt 40 "Gelbe Engel" zurück. Der Preis habe seine Glaubwürdigkeit verloren.

Ich möchte dem ADAC Mut machen, den jetzt beschrittenen Weg weiter zu gehen. Toll ist es nicht, was da alles so rauskommt.

Aber für den Erhalt der Glaubwürdigkeit von - trotz allem - nach wie vor Deutschlands größtem Automobilclub ist der offene und sich selbst nicht schonende Umgang mit den sehr unangenehmen Fakten wichtig.

Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer fordert einen Neuaufbau des ADAC. So schlimm, dass der Verein brach am Boden läge, ist es nach meiner Meinung nicht. Aber im Kern hat Dudenhöffer wohl recht: der ADAC muss massiv an seinen eigenen Strukturen arbeiten.

Wichtig ist eine Vergewisserung der grundsätzlichen Ausrichtung. Der ADAC kommt mittelfristig nicht umhin zu entscheiden, ob er ein Verein sein will, oder ein großes Wirtschaftsunternehmen. Beides wird nach meiner Meinung nicht funktionieren.